Energiezukunft der Region gestalten – unabhängig und sicher
Wie können wir die Energiezukunft in unserer Heimat gestalten? Diese Frage treibt die ErlangerStadtwerke AG und die Herzo Energie GmbH als kommunale Energieunternehmen besonders um. Kommunale Energieversorger sind der Daseinsvorsorge verpflichtet. Ihre Aufgabe ist es, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft sicher und zuverlässig mit Energie zu versorgen und das möglichst klimaneutral.
Die Lösung: Ein Windpark mit Bürgerbeteiligung, der gemeinsam von den lokalen Energieversorgern und einem regionalen Entwickler konzipiert ist. Im engen Austausch mit den Gemeinden arbeiten die lokalen Unternehmen an der regionalen Energiewende. Die Planungsfläche befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Herzogenaurach, Erlangen und Obermichelbach. Diese Flächen sind im Rahmen der Regionalplanung bereits seit langem für die Nutzung von Windenergie vorgesehen.
Die Idee einen Windpark für die Energieversorgung der Region zu bauen, gibt es schon länger. Vor einem Jahrzehnt war die Technologie aber noch nicht weit genug fortgeschritten, um den Standort Römerreuth für Windenergie effizient zu erschließen – die damaligen Anlagen konnten das vorhandene Windpotenzial nicht ausreichend nutzen. Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Ein neues Windgutachten bestätigt jetzt, dass moderne Windkraftanlagen unter den aktuellen Windbedingungen in Römerreuth wirtschaftlich arbeiten.
Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe
Die Energie, die vor Ort erzeugt wird, soll der Region zur Verfügung stehen. Eineregionale Energiewende bietet die Möglichkeit, Klimaschutz und mehr Unabhängigkeit mit regionaler Wertschöpfung zu verbinden, wenn sie von vornherein so gedacht und durch regionale Akteure gestaltet wird.
Damit die Energiewende vorankommt, braucht es einen Zusammenschluss aller regionalen Akteure. Die Gemeinden, auf deren Flächen der Windpark Römerreuth geplant ist, stehen dem Projekt positiv gegenüber. Von den ersten Vorüberlegungen bis zur konkreten Planung – die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Das Gelingen hängt vom regionalen Engagement ab.
Mit dem Windparkprojekt engagiert sich die Region deutlich für den Klimaschutz. Sie wird zudem unabhängiger von Importen fossiler Energieträger, denn der Windpark trägt dazu bei, den lokalen Strombedarf aus regionalen Erneuerbare-Energien-Anlagen zu decken. Das stärkt die Versorgungssicherung und die lokale Wirtschaft der Region. Klimaschutz bedeutet Lebensqualität – auch für kommende Generationen.
Dietmar Klenk Geschäftsführer der Herzo Energie GmbH
Klimaziele der Bundesregierung
Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, den Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdoppeln, und untermauert dies mit dem „Wind-an-Land-Gesetz“. So soll der Ausbau der Windenergie in Deutschland maßgeblich vorangebracht werden.
Im Jahr 2021 wurden rund 41 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugt, vor allem aus Windkraft und Sonnenlicht. 2022 lag der Anteil bei 46,2 Prozent. Bis 2030 sollen es mindestens 80 Prozent werden
Für den notwendigen Wandel braucht es Veränderungen in allen Lebensbereichen und Wirtschaftszweigen, doch vor allem in der Energiewirtschaft. Kohle, Öl, Gas und Atomkraft waren bislang die wichtigsten Energiequellen. In Zukunft können Strom und Wärme sowie Mobilität aus erneuerbaren Energien möglich sein: Durch die Kraft von Sonne, Wind und Wasser.
Aktueller Planungsstand
8 Anlagen
vom Hersteller Enercon
88 Millionen kWh*
Stromerzeugung pro Jahr
29.000 Haushalte*
bilanzielle Versorgung
28.500 t CO₂**
können pro Jahr vermieden werden.
* Je nach Standort zwischen 10.000.000 und 12.000.000 kWh pro Jahr und Anlage. Im Mittel sind dies etwa 11.000.000 kWh pro Jahr. Mit acht Anlagen erzeugt der Windpark Römerreuth insgesamt etwa 88 Millionen kWh Strom pro Jahr; 3.000 kWh Stromverbrauch pro 2-Personenhaushalt
**Nach BDEW-Bundesstrommix 2023 (Stand: 26.07.2024) liegt der CO2-Ausstoß je erzeugter kWh in Deutschland bei 324 g/kWh. Bei 10.000.000 kWh bis 12.000.000 kWh pro Jahr sind das zwischen 3.240 und 3.888 Tonnen CO2 pro Jahr und pro Windenergieanlage. Geht man im Mittel von 11.000.000 kWh pro Anlage im Jahr aus, sind das bei acht Anlagen rund 28.500 t CO2 Einsparung pro Jahr.