
Standort
Von der Planung zur Stromerzeugung
Römerreuth ist eine Hochebene zwischen Regnitz und Mittlerer Aurach. Hier befindet sich das Planungsgebiet für die Windenergieanlagen in Bürgerhand. Die Hochebene ist bereits seit mehreren Jahren in der Regionalplanung mit drei Vorbehaltsflächen für die Windkraftnutzung ausgewiesen. Noch vor zehn Jahren scheiterte die Realisierung des Windenergiestandorts an der Technik: Mit der damaligen Anlagengeneration war das nutzbare Windaufkommen zu gering. Das hat sich nun geändert. Das aktuelle Windgutachten zeigt, dass die heutigen Anlagen mit den Windverhältnissen in Römerreuth wirtschaftlich arbeiten. Frischer Wind also für die Energiewende in der Region.

Der geplante Windpark Römerreuth erstreckt sich über zwei Landkreise (Erlangen-Höchstadt und Fürth) und der Gemarkung der Stadt Erlangen. Geplant sind auf den Windvorbehaltsflächen acht Windenergieanlagen. Diese werden CO2-freien Strom erzeugen und langfristig zu einer sicheren und nachhaltigen Versorgung der Region beitragen. Auf der Fläche sind bis zu 13 Anlagen möglich. Die regionalen Partner haben sich jedoch auf acht beschränkt – eine Entscheidung in Abwägung von Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Landschaftsbild.
Vorbehaltsgebiete für Windenergienutzung
Unter Vorbehaltsgebieten versteht man Flächen, die in der Regionalplanung grundsätzlich für die Windenergienutzung vorgesehen sind. Möchte ein Antragsteller dort eine Windenergieanlage errichten, muss er ein Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) durchlaufen. In diesem Verfahren prüft die zuständige Genehmigungsbehörde anhand der eingereichten Gutachten, ob ernsthafte Gründe gegen das Vorhaben sprechen. Dabei werden unter anderem Lärm, Schattenwurf sowie Natur- und Artenschutz berücksichtigt. Die endgültige Entscheidung über den Genehmigungsantrag trifft die Genehmigungsbehörde nach einer Einzelfallprüfung.
Zwei Windenergieanlagen auf dem Gemeindegebiet von Obermichelbach

Auf der Gemarkung Obermichelbach sind im Vorbehaltsgebiet WK 56 zwei Anlagen des Herstellers Enercon mit 162 Meter Nabenhöhe, einer Gesamthöhe von 249,5 Meter und einer Nennleistung von 6 Megawatt geplant.
Drei Anlagen auf dem Gemeindegebiet von Herzogenaurach, Ortsteil Niederndorf

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt sind im Vorbehaltsgebiet WK 57 und WK 16 auf der Gemarkung Niederndorf insgesamt drei Anlagen geplant. Anlagenhersteller ist Enercon. Zwei der geplanten Anlagen haben eine Nabenhöhe von 162 Meter, eine Gesamthöhe von 249,5 Meter und einer Nennleistung von 6 Megawatt. Die Anlage WEA ERH 2 hat eine Nabenhöhe von 140 Meter, eine Gesamthöhe von 220 Meter und einer Nennleistung von 5,56 Megawatt.
Drei Anlagen auf der Gemarkung der Stadt Erlangen

Auf dem Gebiet der Stadt Erlangen sind im Vorbehaltsgebiet WK 57 insgesamt drei Anlagen geplant. Zwei Anlagen auf der Gemarkung Kriegenbrunn (WEA ER 1 und ER 2) sowie eine Anlage (WEA ER 3) in Hüttendorf. Die Anlagen des Herstellers Enercon haben eine Nabenhöhe von 140 Meter, eine Gesamthöhe von 220 Meter und einer Nennleistung von 5,56 Megawatt.